Wald & Klima

Ein stabiler und gesunder Wald bringt vielerlei Vorteile: Er wird als Arbeitsplatz und als Ort zur Erholung genutzt, schützt vor Naturgefahren, sorgt für sauberes Wasser und reine Luft, bietet Pflanzen und Tieren einen ansprechenden Lebensraum. Zusätzlich stabilisiert er unser Klima.

KLIMAWANDEL:

Der Klimawandel bringt viele Veränderungen: Höhere Temperaturen, mehr Feuchtigkeit im Winter, dafür sehr trockene Sommer. Ein klimaaktiver Wald muss solchen Veränderungen gewachsen sein, allerdings können Wälder nur sehr langsam darauf reagieren. Heute gepflanzte Bäume müssen bis zu ihrer Nutzung vieles erdulden, so fördert wärmeres Klima beispielsweise die Entstehung von Schädlingen, die die Bäume dann schwächen. Insekten entwickeln sich bei höheren Temperaturen schneller und können ihr Aufkommen dadurch erheblich steigern. Durch lange Trockenperioden sinkt die Abwehrfähigkeit der Bäume gegen pflanzenfressende Insekten. Deshalb ist es unsere Aufgabe, gesunder Wälder zu erhalten.

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KLIMASCHUTZ:

Da Wälder enorme Mengen an Kohlenstoff speichern, führt ihre Bewirtschaftung zur Einsparung von CO2-Emissionen. Holz besteht aus etwa 50 Prozent Kohlenstoff, der aus der Atmosphäre aufgenommen wird. Die Österreichischen Wälder speichern auf einer Fläche von vier Millionen Hektar ungefähr 985 Millionen Tonnen Kohlenstoff in der Biomasse und im Boden. Ein besonders positiver Aspekt ist, dass Kohlenstoff durch die Verwendung von langlebigen Holzprodukten nicht wieder in die Atmosphäre gelangt, weil es ja im Holz gespeichert wird.

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Holz ist also ökonomisch und ökologisch vorteilhaft und wirkt sich positiv auf die Treibhausgasbilanz aus. Da Substitutionsmaterialien wie Erdöl, Kunststoff oder Beton zu Emissionen führen, ist eine effiziente und nachhaltige Waldbewirtschaftung entscheidend. Werden Wälder nicht bewirtschaftet, wächst zwar mehr Holz nach und wird somit auch mehr Kohlenstoff im Wald gespeichert, aber im Gegenzug gibt es höhere Emissionen durch Substitutionsprodukte.