Wald & Pflanzen

Wälder sind geprägt von einer Vielzahl an Baum-, Pflanzen- und Tierarten, wodurch sie für eine große Biodiversität sorgen. Viele dieser außergewöhnlichen Pflanzen gehen Symbiosen mit Waldbäumen ein, um so für beide Seiten Vorteile zu schaffen.

Die Eiche wird besiedelt wie kein anderer Waldbaum und ist damit besonders wichtig für besagte Biodiversität. Besiedelt von hunderten Insektenarten zählt sie zu den artenreichsten Bäumen. Ältere Eichen werden häufig von Pilzen aufgesucht, die das Kernholz zersetzen ohne die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen zu beeinträchtigen. Dies schafft Höhlenstrukturen für Insekten, Vögel oder Fledermäuse und macht die Eiche zu einem stabilen Habitat.

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Flechten kommen auf fast allen Bäumen vor, allerdings bevorzugen sie meist dicke oder alte Bäume und werden deshalb auch Altbaum-Flechten genannt. Viele dieser Flechten wachsen außerdem auf sehr dicken Bäumen, weil dicke Stämme mit rissiger Borke vorteilhafte Strukturen aufweisen, die erst mit zunehmendem Alter der Bäume entstehen. Flechten verbreiten sich mittels Sporen und können somit häufig isolierte Bäume besiedeln. Sie können aber auch Symbiosen mit Pilzen oder Algen eingehen.

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Eine Symbiose aus Baumwurzeln und Pilzwurzeln bietet einen idealen Nährstoffausgleich für Baum und Pilz. Als Baumpartner helfen Pilze bei der Produktion von Biomasse im Wald, besonders Fichte, Kiefer, Lärche, Birke, Buche und Eiche setzen auf ihre Hilfe. Die Wurzeln der Bäume nehmen das für Photosynthese notwendige Wasser samt Nährstoffen auf und transportieren es weiter. Weil Bäume die Wasser- und Nährstoffvorräte im Boden nicht optimal nutzen können, kommen ihnen die hauchfeinen Fäden der Pilze zugute, die kleinste Wasservorräte aufnehmen können. So kommt es zum Austausch der Nährstoffe zwischen Pilz und Baum: Der Baum bekommt die Elemente Stickstoff und Phosphor, die er zum Wachsen benötigt, im Gegenzug erhält der Pilz Kohlenhydrate.

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